Maulwürfe und Wühlmäuse im Garten

Die Freude an einem schönen Garten hält leider oft nicht lange an. Plötzlich entstehen wie aus dem Nichts Hügel. Die Übeltäter sind meist schnell enttarnt: Es handelt sich um Maulwürfe oder Wühlmäuse. Der Laie macht sich dabei oft nicht die Mühe, die Tiere voneinander zu unterscheiden.

Dabei ist es von entscheidener Wichtigkeit, zu wissen, um welche Art es sich handelt. Während Wühlmäuse sich von Pflanzenteilen ernähren, frisst der Maulwurf Würmer und Insekten. Letzterer stellt also für den Garten keine große Gefahr dar. Anders sieht es bei den Wühlmäusen aus. Diese nagen bevorzugt an den Wurzeln von Pflanzen, so dass diese eingehen.

Im folgenden Ratgeber geht es zunächst darum, die Tiere sicher zu unterscheiden und dann den Maulwurf und die Wühlmaus zu vertreiben. Dabei kommen auch die gesetzlichen Bestimmungen nicht zu kurz.

Ruhe bewahren

Viele Gartenbesitzer sehen rot, wenn sie in ihrem Garten eine Wühlmaus oder einen Maulwurf entdecken. Meist ist es ihnen vollkommen egal, um was für ein Tier es sich handelt. Sollten Sie auch einen ungebetenen Gast vorfinden, müssen Sie zunächst genau unterscheiden, um was für ein Tier es sich handelt. Einen Maulwurf erkennen Sie leicht an den Maulwurfshügeln. Diese sind fest und spitz. Die Hügel von Wühlmäusen sind flach und schwer zu erkennen. Außerdem enthält die Erde Pflanzenteile.

Maulwurf aus dem Garten vertreiben

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Sollte ein solcher Geselle aus einem massiven Haufen schauen, können Sie keine rabiaten Methoden einsetzen: Der Maulwurf steht unter Naturschutz!

Sie müssen beim weiteren Vorgehen unbedingt die rechtlichen Bestimmungen beachten. Ein Maulwurf steht unter Naturschutz und darf auf gar keinen Fall getötet werden. Den Maulwurf zu fangen und woanders auszusetzen ist auch nur mit Sondergenehmigung möglich. Methoden, die sein Habitat gefährden, z.B. das Fluten der Maulwurfsgänge, widersprechen ebenfalls dem Artenschutzgesetz und können im schlimmsten Fall mit einer Geldstrafe geahndet werden.

Sie können den Maulwurf vertreiben, indem Sie starke Gerüche oder laute Geräusche verwenden. Dazu haben sich Generationen von Gartenfreunden verschiedene Hausmittel zur Hilfe genommen, mit schwankendem Erfolg. Eine Methode, die eine hohe Erfolgsquote aufweist: Sie können den Maulwurf mit Buttersäure vertreiben. Diese Methode hat sich bewährt und ist wirkungsvoll. Technische Hilfsmittel, wie der Maulwurfschreck, haben durchwachsene Erfolgsquoten.

Wühlmaus aus dem Garten vertreiben

Bei der Wühlmaus haben sie weit mehr Möglichkeiten. Wenn Sie eine Wühlmaus nur vertreiben wollen, dann ist auch hier Buttersäure das Mittel der Wahl. Im Handel gibt es eine ganze Reihe von Fallen, welche die Tiere schmerzlos töten. Wenn Sie möchten, können Sie die Tiere auch fangen und woanders aussetzen. Allerdings ist diese Methode für das Tier unangenehmer als ein schneller Tod und häufig sterben sie durch den Stress trotzdem. Außerdem müssen Sie bedenken, dass sich die Wühlmäuse schnell vermehren und sie unter Umständen die nächste Zeit mit Fangen und Aussetzen beschäftigt sind. Für die Wühlmaus erlaubt, aber durchaus problematisch ist der Einsatz von Gift. Erstens fressen die Wühlmäuse Gift nicht unbedingt bevorzugt und zweitens können auch Haustiere in Mitleidenschaft gezogen werden.

Sollten Sie also einen Maulwurf oder eine Wühlmaus im Garten entdecken, dann bleiben Sie gelassen, klären Sie zunächst ab, um welches Tier es sich handelt und ergreifen Sie dann die notwendigen Maßnahmen. Wenn Sie sicher sein wollen, dann holen Sie sich einen Fachmann zur Hilfe.